Vertrauenswürdigkeitsprofil

Was sind Vertrauenswürdigkeitsprofile?

Damit automatisiert agierende Vertragsagenten die Vertrauenswürdigkeit von potenziellen Vertragspartnern einschätzen können, muss Vertrauen für diese greifbar gemacht werden. Dies wird durch die Entwicklung von standardisierten Vertrauenswürdigkeitsprofilen erreicht, die Informationen bezüglich der Vertrauenswürdigkeit eines potenziellen Vertragspartners beinhalten. Dabei lassen sich diese Vertrauenswürdigkeitsprofile als eine vordefinierte Menge von Informationen über eine rechtliche Entität begreifen, die folgende Angaben umfassen:

Angaben zur Identität

Unternehmensbezogene Angaben

z.B. Vertretungsmacht, Stammkapital, Zahl der Gesellschafter

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Transaktionsbezogene Angaben

z.B. gescheiterte Verträge, Beteiligung an Gerichtsprozessen

Zertifizierungen

in Bezug auf die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften

Statische Vertrauensbewertung

Durch das Bündeln von relevanten Daten in Vertrauenswürdigkeitsprofilen lassen sich vertrauensbezogene Informationen in einheitlicher Weise erfassen und austauschen.

Dabei dient ein Bewertungsmodell als systematische Transformation dieser Informationen in ein adäquates und verständliches Vertrauensmaß, aus dem sich individuelle Entscheidungen ableiten lassen.

Da dieses Modell auf Momentaufnahmen der Vertrauenswürdigkeitsprofile beruht, handelt es sich um eine statische Vertrauensbewertung.

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Dynamische Vertrauensbewertung

Da auch die Vertrauensbewertung stetig Schwankungen unterliegen kann, ist eine mehrschichtige Informationsgewinnung und die dynamische Bewertung über einen längeren Zeitraum gefragt.

Dabei werden im Rahmen der Use Cases zentrale Faktoren der dynamischen Vertrauensbildung identifiziert und aus geschäftlicher, juristischer und sicherheitstechnischer Sicht bewertet.

Damit die Vertrauensbildung nicht nur auf einem Moment beruht, sondern kontinuierlich fortgesetzt wird, werden sowohl Informationen wiederholt abgefragt, als auch Informationen laufender Geschäftsbeziehungen miteinbezogen.

Aus diesem empirischen Ansatz entsteht ein dynamisches Bewertungsmodell, mittels dem die statische Vertrauensbildung weiterentwicklet wird.

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